Zwischen Wut und Liebe: die Trotzphase verstehen
Shownotes
Es ist eine dieser Herausforderungen, die Eltern im Alltag mit ihren Kindern sicher irgendwann erlebt haben, die noch bevorsteht oder wo man grad mittendrin ist: Wir sprechen von der Trotzphase. Ihre Herausforderungen: Wutausbrüche, ständiges «Nein» und das Gefühl, im Alltag immer wieder an Grenzen zu kommen.
In dieser Podcast-Folge beleuchtet Host Dodo Albrecht das Thema Trotzphase. Wir erfahren, wie Eltern diese intensive Entwicklungsphase besser verstehen können. Dabei geht es vor allem darum, dass Beziehung wichtiger ist als ein Machtkampf.
Jeannette Papadopoulos ist psychosoziale Beraterin und Individualpsychologische Beraterin. Mit ihr zusammen beleuchten wir fachliche Hintergründe und von ihr wir hören alltagsnahe Impulse. Wir möchten auch eine christlich geprägte Perspektive einnehmen, die uns Eltern entlastet und nicht unter Druck setzt.
Darum geht es in dieser Folge:
• Was ist die Trotzphase – und warum ist sie ein wichtiger Entwicklungsschritt?
• Wie können Eltern ihr Kind verstehen statt gegen es zu kämpfen?
• Warum Beziehung mehr bewirkt als Strafen oder Machtkämpfe
• Eine christliche Sicht auf Kinder, Erziehung und menschliche Würde
• Konkrete Alltagstipps für herausfordernde Situationen
• Wie Eltern auch mit ihren eigenen Grenzen liebevoll umgehen können
Diese Folge richtet sich an Eltern, die ihr Kind nicht perfekt erziehen, sondern liebevoll begleiten möchten – auch dann, wenn es laut, emotional und anstrengend wird.
Host: Dodo Albrecht
Gast: Jeannette Papadopoulos, eidg. dipl. psychosoziale Beraterin und individualpsychologische Beraterin
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Transkript anzeigen
00:00:00: Weil.
00:00:00: ich sage immer zu den Eltern, dass es euch besser geht.
00:00:04: Besser könnt ihr koregulieren.
00:00:06: Bessere können auch Beziehungen herstellen und sind überhaupt mit dem Kind unterwegs.
00:00:11: Immer erst bei euch schauen was du brauchen.
00:00:13: Und dann könnte das wieder weitergeben.
00:00:22: Vielleicht kennst du diesen Moment.
00:00:23: Du sitzt mit den Kindern, deiner Partnerin am Tisch und gefühlt aus nichts fängt das Kind auch umzuschreien, schmeißt sich auf der Boden und lässt sich nicht mehr beruhigen.
00:00:33: Auch ich kenne diese Momente gut und sie haben mich und meine Frau immer wieder an unsere Grenzen gebracht.
00:00:38: Ich rede von der bekannten Trotzphase Und die kann Eltern ganz schön herausfordern.
00:00:43: Sie bringt nämlich viel Unsicherheit und eine Schöpfung mit sich.
00:00:46: Wenn ich mit anderen Eltern im Gespräch bin, dann kommt die häufigste Frage – was macht mir als älteren Falsch, dass unser Kind so reagiert?
00:00:54: Oder ein anderer ist – wie kann ich am Kind in so einem Moment liebevoll begegnen.
00:00:58: Ich bin Toto Albrecht und rede in dieser ersten Folge von unserem neuen Podcast Älteren Fragen mit Janit Papodopoulos über die Trotzphase und Fragen, die wir uns als Eltern häufig stellen.
00:01:09: Und übrigens, weil das ja unsere erste Folge ist, sind diese Fragen hauptsächlich von mir gekommen.
00:01:14: Jetzt hast du aber die Möglichkeit, deine Fragen rund ums ältere Seite zu stellen – also let's go!
00:01:20: Aber jetzt zurück zu Janit Papotopoulos.
00:01:23: Sie ist psychosoziale und individualpsychologische Beraterin und weiss genau, was hinter dieser Trotzphase steckt und wie wir unsere Kinder in genau diesen Moment mit ganz viel Liebe entbegleiten können!
00:01:33: Man redet darüber, wieso Beziehung viel mehr verändert als ein ständiger Machtkampf.
00:01:38: Warum man lernen muss und die starken Gefühle verstehen?
00:01:41: Und wie wir das Ganze auch in den äußeren göttlichen Perspektiven sehen können.
00:01:45: Wenn du dir also wünschst, dass dein Kind nicht perfekt erzieht, sondern liebevoll ist, dann bist du genau richtig im Podcast!
00:01:57: Schanneid Papadopoulos, danke für mal, darf ich hier bei dir sein?
00:02:00: In eurem Atelier?
00:02:02: Ich habe als erstes eine Frage an dich.
00:02:04: Kennst du das mit der Trotzphase?
00:02:07: Ja, aber das ist schon lange seither.
00:02:11: Nur man sieht meine Kinder jetzt in der Pubertät und wir sagen eben, die Pubertäte ist so wie die zweite Trotzphase.
00:02:17: Man kann es ein bisschen vergleichen.
00:02:19: Einfach noch etwas extremer weil sie grösser sind.
00:02:22: Wie würdest du dich vorstellen?
00:02:24: Ich
00:02:24: würde mich vorstellen als individuell psychologische Beraterin, aber auch psychosoziale BeraterIn.
00:02:30: Das habe ich seit letztes Jahr neu abgeschlossen Und als Familienfrau Theaterfrau, Hundefrau und einfach Menschenfreund.
00:02:41: Genau!
00:02:41: Es geht ja heute um das Thema Trotzphase.
00:02:43: Ich kenne es momentan sehr gut.
00:02:45: Unsere Klinik ist gerade in dieser Phase.
00:02:47: Aber was versteht man eigentlich genau unter der Trotz-Phase?
00:02:51: In der Trotsphase sagt man heutzutage oft Autonomiefasen.
00:02:55: Das ist die erste Phase, wo das Kind autonomer wird, selbständiger wird und eben den eigenen Willen entdeckt.
00:03:03: Und das spürst du nachher eben trötzeln.
00:03:07: Es ist aber so, dass das Kind das nicht extra macht.
00:03:12: Also es ist sowieso ein bisschen unüberleitet oder beziehungsweise es weiss gar nicht was es macht?
00:03:17: Es kann nicht anders sein!
00:03:19: Also er entdeckt die Welt langsam und wird selbständiger – ich kann auch sagen Freiheitentdeckung.
00:03:25: wenn man nach Erik Ergson geht, wo das Stufenmodell der Identitätsentwicklung hat.
00:03:31: Und dann hast du immer den Konflikt zwischen das, was das Kind will und das, das Umwelt will.
00:03:35: Und der Konflikt ist, dass das Kind vielleicht links will und ihr als Eltern sagen wir gehen rechts.
00:03:41: Jetzt kommt es in den Stress hinein und kann das gar nicht händeln aufgrund von der Hirnentwicklung weil so weit ist noch nichts mit Frust oder Impulskontrollen umgehen kann.
00:03:51: Dann ist er auch sehr egocentrisch unterwegs.
00:03:53: Das heisst es kann sich noch nicht in die Kine versetzen.
00:03:56: also wenn er etwas wills kind' oder ein Kind etwas will, dann will sie's und zwar gerade sofort!
00:04:01: Und dann musst du es eben vorstellen wie im Computer wo du überlastest, weil du zu wenig drückst.
00:04:06: Das ist wie ein System zusammengebracht, die das trötseln dann.
00:04:10: Jetzt gibt es ja ein gewisses Alter, in dem diese Trotzphase etwas auftritt... Was würdest du sagen?
00:04:16: Wo fängt das an und wo hört das aus der älteren Sicht endlich auf?
00:04:22: Du kannst etwa zwischen zwei und vier sagen.
00:04:24: Das kann aber schon eineinhalb sein bis irgendwie drei.
00:04:27: Es ist nicht ganz, aber ungefähr bei vier solltest du langsam merken, dass es einfacher wird.
00:04:33: Ich hatte nicht die Trotzphase später wieder mal
00:04:37: kommen.
00:04:38: In der Pubertänzeit ist es eine Phase, in der das ablösen geht von den Eltern.
00:04:43: Aber das ist ziemlich anders.
00:04:45: Dort haben sie aber auch starke Stimmungsschwankungen debuppatierend.
00:04:49: Schliesslich sind sie nicht.
00:04:50: Es ist gut, wenn du sehr gut begleitest diese Phase, weil alles was dort lernt und du ihn mitgeben kannst, das könntest du festigen.
00:04:59: Das bleibt für Nachher.
00:05:00: Du hast nachher wie Einfacher.
00:05:03: Was passiert jetzt so emotional, vielleicht auch entwicklungspsychologisch im Kind?
00:05:10: Sie lernen den Umgang mit dem Frust auch.
00:05:14: Ich habe vorgesagt, sie können es noch nicht.
00:05:16: Es ist ein gutes Lernfeld.
00:05:20: Sie müssen zu weit lernen, damit umzugehen und das können sie nur, wenn sie immer wieder an eine Situation kommen, die frustrierend ist.
00:05:26: Würdest du ihnen alles wegschuffeln?
00:05:29: Dann könnt ihr es nicht lernen!
00:05:31: Außerdem ist es eine gute Phase, selbstbewusst zu werden.
00:05:33: Später können wirklich sagen, ich weiss, was ich will und wieso zu lernen, dass sich etwas bewirken kann.
00:05:41: Je nach Begleitung, die wir Erwachsene machen.
00:05:43: Es ist wichtig, dass man diese Trotzphase durchmacht.
00:05:45: Dass man die Stärke überkommt als Kind, damit man das später auch durchsetzen kann?
00:05:56: Ja, es geht wirklich fest darum, dass wir lernen haben.
00:05:59: Ich habe etwas bewirken.
00:06:00: Wir nennen sich das so Selbstwirksamkeit.
00:06:03: Ich kann etwas leisten und bewirke.
00:06:05: Und das gibt wieder ein gutes Gefühl.
00:06:07: Wenn du jetzt immer in der Autonomie-Phase am Kind alles abklemmst ... Immer den Willen brichst du in diesem Sinn.
00:06:12: Es geht immer nach dem Wille von den Eltern.
00:06:16: Dann kannst du das Wiener gut entwickeln.
00:06:17: Dann hat sie immer das Gefühl, okay, es ist nie so, wenn ich will.
00:06:21: Man nennt das eine Scham, die dann ... mit sich schwingt und somit wird es weniger selbstbewusst später.
00:06:28: Spannend!
00:06:29: Ist das für Eltern extrem?
00:06:31: Ich kenne sie so gut, ich komme dann häufig an meine Grenzen, meine Frau genau gleich... Warum wirkt sich das Verhalten für die Älteren so herausfordernd an?
00:06:43: Ich habe das Gefühl, dass es ein Gefühl ist, was bei unseren Erwachsenen auslöst.
00:06:46: Und oft ist es so eine hilflose oder ohmächte Gefühl.
00:06:50: Das sind beide Gefühle, die du schon sagst und weisst nicht mehr weiter.
00:06:55: Du bist so freundbestimmt?
00:06:56: Wir Erwachsene haben ja mittlerweile gewöhnt, dass wir doch sehr gut selber entscheiden können, wo man heimwähnt oder durchwähnen will und unsere Gefühlen gut regulieren können.
00:07:05: Jetzt werden wir aber auch als Kind wie freund bestimmt... Und die ganzen starken Gefühle können sich auch auf uns übertragen, also dass wir diese so aufsaugen und uns dann auch in die Gleichthematik hineinbegeben.
00:07:16: Also dass wir selber auch in einer Trotzphase kommen, fast?
00:07:19: Jetzt nicht an der Trotz-Phase aber ein bisschen überfordert werden und dann für den Moment auch nicht wissen, woher ihr jetzt mit diesem Ganzen, mit dem Gefühl ... Und natürlich kommen auch Sachen auf wie Ui!
00:07:29: Was denkt jetzt der Nachbarn nebenan?
00:07:31: Hilfe, da kommt es etwas darauf an.
00:07:32: was hast du für Wertvorstellungen wenn... Wenn du noch etwas drinin spielst, ist es viel streng.
00:07:38: Also wenn du so ein chilliger Typ bist, weisst du, dass man gleich was links und rechts läuft?
00:07:41: Und im Migros kann dein Kind sich am Boden schmeißen und du sagst, oh, das ist nicht so schlimm!
00:07:45: Dann bist du auch ruhiger wie wenn du sagest, oh nein... Was denken jetzt alle anderen von mir oder...?
00:07:50: Du hast hier gerade gesprochen mit dem Migros.
00:07:52: Ich erlebe die Trotzphase jetzt hauptsächlich zu Hause, so am Essen-Tisch, gerade am Mittag zur Nacht.
00:07:58: aber eben du hast den Migros angesprochen.
00:08:00: Die Trotzphasen können überall passieren.
00:08:02: Sie kann überall passieren, aber es ist schon so, dass gewisse Kinder das mehr im sicheren Rahmen machen.
00:08:07: Also
00:08:07: im eigenen Zuhause?
00:08:08: Genau!
00:08:09: Mehr im eigenen zuhause.
00:08:10: Aber es gibt auch Kinder, die das aussen zeigen.
00:08:13: Es ist ein bisschen verschieden.
00:08:14: Würdest
00:08:15: du jetzt sagen, es macht einen Unterschied, ob sie es ausmachen oder in dir machen und sie zu Hause machen?
00:08:19: Ja, für mich... So vom Verhalten her?
00:08:21: Von dem Verhalten vielleicht weniger weisst du, aber für die Eltern ist sicher der Zuhaus einfacher, weil er den geschützten Rahmen ist, also du willst dich dort auch wöhlen.
00:08:30: und draussen in Saldas strengen.
00:08:31: Oder eben, wir haben die Blick der anderen Leute noch mehr.
00:08:36: Warum eskalieren jetzt diese Konflikte?
00:08:38: Ich spüre das häufig zu Hause.
00:08:40: Man ist vielleicht gestresst.
00:08:42: Die grosse Heiko, der Mittler hat auch ein Problem.
00:08:45: Der kleinste ist gerade etwas untergegangen.
00:08:48: Man hat den Stress mit der Nacht kochen zu Mittag kochen.
00:08:51: Man schust schon gestreszt.
00:08:53: Warum escaliert so Situationen häufig dann?
00:08:56: Hast du dann einfach ein dünnes Nervenkostüm.
00:08:59: Du selbst als Erwachsener bist dann nicht so bereit.
00:09:02: Vertreierst du es weniger?
00:09:04: Eben bist gedanklich, ja meistens schon Schritt weiter.
00:09:06: Kinder sind immer sehr im Hier und Jetzt.
00:09:09: Wir Erwachsene aber nicht!
00:09:11: Und sie kommen gar nicht mit uns in der Geschwindigkeit.
00:09:13: Sie finden jetzt gar nichts mehr wie ein System Zusammenbruch.
00:09:18: Aber wir haben null Kapazität um das auch noch zu bücheln.
00:09:23: Weil man eh schon im Stress ist.
00:09:26: Dann ist es mega schwierig irgendwie damit umzugehen weil man ja die eigenen Gefühle als Erwachsener irgendwie in den Griff bekommt.
00:09:34: Und gleichzeitig ist das Bedürfnis des Kindes, was braucht es Kinder um einen guten Anfall?
00:09:39: Um einen trotz Anfall!
00:09:41: Du hast uns jetzt super gut angesprochen.
00:09:43: Wir Erwachsene haben unsere Gefühlen und unsere Wut oder Stress oder was es ist.
00:09:47: Eigentlich sollten wir ein Kind korregulieren.
00:09:49: Das bedeutet, dass wir ihre Gefühlung können büscheln, nähen, stabilisieren.
00:09:54: Jetzt wenn du aber selber so krass am Hadren bist... Ist es schwierig auch noch als Kind ko-regulieren?
00:10:01: Wichtig wäre dort zu schauen, wie ich mich selber reguliere für den Moment.
00:10:06: Denn das sind oft Strategien, die man vielleicht nicht gelernt hat als Kind, die mir selbst nicht genau wissen, was ich eigentlich mache, wenn ich so eine Wut komme oder Strategie, die hier mit der Kinder eben nicht funktioniert.
00:10:18: Also jetzt wie nochmal zu überlegen – Was brauche ich eigentlich?
00:10:21: Und da hilft's schon mal, wenn du merkst, dass es nicht persönlich ist!
00:10:24: Also das Kind greift nicht dich als Person an.
00:10:26: Es kann einfach gerade nicht anders.
00:10:28: Das hilft mir immer schon fest zu wissen, es geht nicht um mich oder das Kind liebt mich nichts sondern es kann jetzt nicht anders.
00:10:34: und dann kannst du es wieder anders schneiden und sagen okay wichtig ist dass ich dabei bleibe, dass ich sage hey ich verstehe dich!
00:10:41: Es ist wirklich eine mega mühsame Situation aber du musst es nicht korrigieren oder du musst nicht.
00:10:47: wenn dein Kind den Schlägstängel will und du findest nein jetzt gibt's keine mehr musst du ihm den Schlägstängeln nicht geben.
00:10:52: Also es ist nicht die Idee, aber die Idee ist, dass wir sagen okay ich sehe das regte ich jetzt gerade mega auf oder ist gerade schwierig für dich und einfach dabei zu bleiben.
00:11:00: Und dann ist es halt sehr verschieden.
00:11:03: nicht jedes Kind braucht das Gleiche.
00:11:05: Also der eine braucht vielleicht mehr Zuwendung ein anderer braucht einen Auszeit.
00:11:10: Was würdest du jetzt sagen?
00:11:11: Eben jetzt ist das Kinder in dieser Trotzphase.
00:11:13: wie lange kann so einer Trotzphasen angehören?
00:11:15: also ich sehe die ist manchmal unterschiedlich.
00:11:18: jetzt geht bei uns um da kann sie.
00:11:20: Er braucht einfach nur Arme, dann ist es nach einer Minute fertig.
00:11:23: Aber es kann auch sein, dass er eine Viertelstunde am Ausrasten ist.
00:11:28: Ich habe schon von älteren gehört, wo wir gesagt haben, das geht eine Stunde.
00:11:31: Sie hatten ein ganz stundes Tobens Kind.
00:11:35: Ich hatte das jetzt weniger.
00:11:36: Mein Sohn hat es dafür sehr extrem ausgelebt.
00:11:39: Du weißt so wirklich mit dem Kopf am Boden schlägt aber dann einfach sehr kurz, intensiv und kurz.
00:11:44: Und meine Tochter hat es schon länger als Mensch braucht, also als Mama oder Papa sie hat müssen haben.
00:11:50: Das ist ein Arb.
00:11:51: Nimmst du das, dass ihr sagt, ich habe dich lieb?
00:11:54: Das hat sie einfach gebraucht.
00:11:56: und andere brauchen aber wirklich, dass man sie ja nicht anlangt weil dann wäre es noch stinkig wenn da noch einer kommt.
00:12:03: Also muss man etwas ausprobieren beim eigenen Kind.
00:12:05: was braucht mein Kind?
00:12:06: und ich weiss es.
00:12:08: Und wenn jetzt eine Stunde lang das Muschwein dann ist es natürlich gut, wenn du wirklich Kopfhörer anstattest und Musik los bist.
00:12:16: Einfach, dass du dich spüsscheln kannst!
00:12:19: Es geht in diesem Moment eigentlich viel mehr darum wie ich mich als Erwachsene wahrnehme und wie ich mit meinen Gefühlen gehe, als das Kind sich ändern müsste.
00:12:29: Das Kind kann sich nie verändern als Erwachsene.
00:12:31: Wir können immer nur uns verändern und wenn wir uns verändernden, gibt es oft eine Veränderung beim Kind.
00:12:38: Die Autonomiephase gehört einfach dazu.
00:12:41: Es ist das erste Mal, wo sie merken, dass sie links oder rechts bewirken können.
00:12:48: Dann haben sie aber noch die sprachliche Barriere.
00:12:50: Sie könnten auch nicht so gut verständigen.
00:12:53: Die ganze Thematik habe ich vorgesagt mit Frustrations-Toleranz, Impulskontrollen.
00:12:58: Also es ist schon eine Zeit, in der sie einfach ihre Grenzen stossen werden.
00:13:02: Weil sie es von den Hirnentwicklingen noch nicht anders können.
00:13:04: aber es macht viel aus.
00:13:05: wie gehst du als Erwachsene damit um?
00:13:07: Wie oft nimmst du das persönlich oder sagst hey was soll jetzt das wieder?
00:13:12: Oder wie oft kannst du sagen oh ja ich merke jetzt ist es gerade einfach überlastet.
00:13:17: also wenn wirklich wieder Computer ich sage es wirklich oft so oder ein Navi weisst du einfach die Route nicht kann neu berechnen.
00:13:23: Error erorgen.
00:13:25: Ich finde es mega ein spannender Punkt, dass du sagst, das Kind... oder ich nehme das aus dem Ausdruck, was du gesagt hast.
00:13:32: Das Kind wird in diesem Moment am Kind erstmals bewusst.
00:13:37: Ich bin ein eigenes Individuum und ich habe den Gefühl, mich für etwas entscheiden zu können.
00:13:43: Also ein spannendes Punkt eigentlich, wo das so anfängt?
00:13:46: Ja!
00:13:47: Du hast vorhin noch kurz angesprochen, wenn das Kind einen Schlägerstängel will und jetzt willst du ihm denen geben, ist ja irgendwo eine Grenze setzen.
00:13:55: Wie können wir älteren jetzt die Grenzen setzen, ohne dass man vielleicht Beziehung zwischen unserem Kind gefährden
00:14:03: könnte?
00:14:03: Hey Gellich.
00:14:05: Ich komme von der Individualpsychologie und dort gehen wir von dieser gleichwertigen Haltung aus.
00:14:10: Es ist mir ganz wichtig, dass wir uns überlegen wie ich mich am Kind gegenüber stehe.
00:14:14: Also wollte ich mich so etwas oberhalb anschauen – die hierarchische Sache, sodass auch die Räutere oder stelle ich das Kind auf den Thron?
00:14:23: Und ich bin wie unten dran.
00:14:26: Ich finde, wenn du gleichwertig bist und auch so reine Grenzen überlegst, dann ist es noch mal ganz anders.
00:14:32: Du überlegest dir dann wie gut welche Grenze setzt sich?
00:14:35: Sind sie einfach willkühlig in Grenzen oder sind die Grenzen, die Sinn machen?
00:14:38: Ein Kind kann nicht mit zwei schon entscheiden.
00:14:41: Ist ein Schlägstängel gesund, ist es gut?
00:14:43: Wie viel darf ich haben und wie du es wachsen weisst?
00:14:46: Zucker müssen wir irgendwo regulieren.
00:14:48: Wenn es vielleicht den fünften Schlägstängeln hat, kumpelt es nur noch im Züge umeinander oder schon viel vorher.
00:14:53: Du musst abzuschätzen, was das Kind verdreht.
00:14:56: Das ist auch der Rahmen.
00:14:57: Ich sage immer, das ist der Rahmen, den wir als Erwachsene am Mund geben.
00:15:01: Und er ist eine Beziehungsschädigend, wenn du anständig bist.
00:15:05: Gleichwertig, freundlich, respektvoll... überlegt.
00:15:09: Und dann braucht es aber den Rahmen, denn wenn es keinen Rahmen hat, ist es wie ein Auto, das einfach keine Leitplanken hätte.
00:15:16: Also weisst du jetzt auf der Autobahn ist das ein bisschen komischer Vergleich.
00:15:19: Aber wenn du nicht irgendwo rausfährst, kannst du auch fahren, fahren und fahren... Es gibt wirklich einen Halt oder?
00:15:25: Wenn man nie Grenzen spürt, dann probiert man immer noch mehr Verhalten aus bis du irgendwann eine Grenze sitzt.
00:15:30: Das wird halt immer extremer.
00:15:32: Darum sind Grenzen mega wichtig damit sie sagen können ja bis hierher weiß ich habe und wieder darf ich eigentlich nicht.
00:15:38: Es ist wichtig, dass wir älteren das wahrnehmen und die Grenze setzen.
00:15:43: Dass wir vom Kind akzeptiert werden müssen.
00:15:46: Wieso verliert man diese Autorität nicht?
00:15:49: Diese Autoritäten hat ja schnell mal das inbegriffen.
00:15:52: Wir stehen oben am Kinn.
00:15:54: Jetzt gibt es aber kein Moment mehr.
00:15:56: Wenn du dich kennst ... Das sind schon neue Autoriten.
00:15:58: Dann bringt das Wort wieder rein!
00:16:00: Und man darf das schon reinbringen, solange die Haltung stimmt.
00:16:03: Ich glaube es ist immer wichtig zu überprüfen wie meine Haltung ist.
00:16:06: Also sehe ich das Kind auf Augenhöhe von mir oder sehe mich oben am Kind.
00:16:10: Wenn du dich aber auf Augen Höhe siehst kannst du es schon so vergleichen.
00:16:14: Es geht wirklich darum dass ein Kind nur lernen kann was richtig und falsch ist indem wir ihm das vorlebt.
00:16:22: Aufzeigen, wo bist du jetzt drübergegangen?
00:16:25: Es weiss es ja wie nicht.
00:16:26: Im Rucksack hat es noch keine Erfahrungen drin.
00:16:29: Das kann noch nichts nehmen und sagen ... Ahja, habe ich schon mal gemacht, ist nicht so schlau!
00:16:33: Also lernt alles durch unsere Erwachsenen und ich sage immer mit und ihnen die Welt zeigen Was darfst du, was darfst nicht und was ist gefährlich?
00:16:40: Und das ist auch unser Auftrag.
00:16:41: Darum ist es schon wichtig, dass wir ihnen wie das die Grenzen entsetzen.
00:16:46: Es gibt ihnen wirklich Sicherheit und Halt, weil sie wissen dann, was dürfen und was darf ich nicht.
00:16:50: Viel mühsamer ist es, wenn du als älteren selber nicht so recht weisst, wie viel lache ich jetzt durch, denn dann bist du jeden Tag unterschiedlich und das Kind kann sich nie etwas umheben.
00:17:00: Einmal sagt der Papier, du darfst zehn Mal Fernsehen schauen, einmal nur einmal und das Kinder weiss er dann wie nie... Warum jetzt zusammen, warum nur einmal?
00:17:07: Das macht es viel schwieriger.
00:17:09: Es ist wichtig auch, dass man mit den Partnern und dem Partner ganz klar sagt, was sind unsere Grenzen, wo sind unsere Linien... Dass man das miteinander anschaut.
00:17:18: Am besten!
00:17:19: Also der schönste, wenn er die Familiengrenze, Familienwert hat natürlich ein Kind ... Die sind ja sehr clever, sie beobachten das sehr gut.
00:17:26: Sie merken es sehr schnell.
00:17:27: Beim Papi darf ich fünfmal Fernsehen schauen und beim Mami nur einmal.
00:17:31: Oder bei mir hat's so schnell herausgefunden... Mit der Mami kann man immer verhandeln beim Fernsehsuchen und beim Papi nicht.
00:17:37: Also das spürt schon aber es ist natürlich einfacher wenn ihr selber die gleichen Regeln habt.
00:17:42: dann haben wir auch weniger Konflikte untereinander oder fuschern noch nicht rein.
00:17:46: Das gibt es ja dann auch.
00:17:47: dass ein sagt, nein aber sicher nicht während du findest an ist doch noch nicht so schlimm.
00:17:51: Das wäre dann ungünstig, so vor dem Kind das auszutragen.
00:17:54: Jetzt hast du eben gesagt, man muss um Kinder Grenzen setzen und auch aufzeigen, wo die Leitblanken sind, die man als Eltern gesetzt hat?
00:18:02: Jetzt kann man das ja nicht in der Trotzphase machen!
00:18:05: Wenn wirst du es
00:18:05: ansprechen?!
00:18:06: Also sinnvoll ist sich das Vorleben... jetzt ganz die kleinen Kindern kannst du ja nicht aneinander sitzen und sagen, dass wir hier eine Familie raten, das macht man so ab dem Kindergarten.
00:18:17: Aber mit den ganz kleinen kannst du das wirklich nicht machen.
00:18:20: Und dann geht es einfach um das Vorleben und auch mal aufzeigen und sagen, Moment!
00:18:24: Das möchte ich nicht, das geht nicht oder mal ein Kind aus einer Situation rausnehmen.
00:18:28: Anstatt so explizit zu sagen, hast du etwas falsch gemacht?
00:18:31: Sondern mehr zu sagen ... Moment, komm ich mal hierher.
00:18:34: Also wenn du jetzt immer an einer Pflanze rupft, kannst du sie auch wegnehmen, anstatt zehnmal nein zu sagen.
00:18:39: Da kann man schauen wie man das schlau macht.
00:18:42: Man kann schon meine Bilder schaffen.
00:18:44: Weisst du, dass wir bildlich die Regeln... z.B.
00:18:48: nicht hauen, dass man dann wirklich ein Bild dazu nimmt und einem Kind langsam zeigen kann, wenn es etwas macht, das möchte er mir nicht.
00:18:55: Das ist unsere Familie-Regel.
00:18:57: Aber das Vorleben ist eigentlich
00:18:58: immer das Beste.
00:18:59: Jetzt komme ich häufig in die Phase oder in den Moment rein.
00:19:04: Der Kleid tut blöd und will nicht essen.
00:19:07: Hat jetzt gerade kein Bock, dass sich ihm diese Brächer auf der Herrümpfelstock draufzunehmen?
00:19:12: Er will einen Ebenen dran haben und rastet aus.
00:19:14: Es kommt zu einer Trotzphase.
00:19:16: Ich komme schnell in die Situation, dass ich sage, jetzt gehst du ins WC.
00:19:19: Gehst du dich beruhigen?
00:19:22: Warum helfen Strafen in dieser Phase gerade nicht weiter?
00:19:26: Gibt es hier Alternativen?
00:19:28: Ja für das Kind war es schwierig der Zusammenhang zu sehen.
00:19:30: also wenn du sagst, beim Essen gehe ich ins Wc hat das Null zusammenhang mit dem was an den Tisch passiert ist fürs Kind.
00:19:37: Das kann sich wie nicht verstehen.
00:19:39: ja warum jetzt WC geht?
00:19:42: Das Problem hier ist so.
00:19:43: Es ist wie nicht verknüpft und oft sind Strafe bei uns so, dass wir es willkürlich geben.
00:19:47: Wir sind genervt, wir sind gestresst.
00:19:50: Und man muss sofort sich verbessern.
00:19:51: Also machen wir einfach schnell etwas, was uns im Sinn kommt.
00:19:54: Später gibt man dann mal dein Handy ab.
00:19:57: oder darfst du nicht die Fans schauen?
00:19:59: Das kommt später.
00:20:01: Und es ist ja auch so, dass wir das machen.
00:20:02: Nicht weil man das jetzt lustig findet als älter, sondern wir sind in einer Not und wissen uns an diesem Moment nicht zu helfen.
00:20:08: Und deine Situation am Essen ist so etwas typisch.
00:20:11: Das sind dann auch wieder Übergänge.
00:20:13: Also oft kommen es vor was anderes zum Essen.
00:20:15: Dann haben sie meistens noch Hunger vorher oder vielleicht sind sie auch schon müde nach Phasen vom Tag.
00:20:21: Also du hast mehrere Sachen, die zusammen treffen und dann braucht's fürs Kind eben nicht mehr viel dass es dann wirklich ab und trotz, wie wir das vorgesagt haben, in den Wutafalen kommt oder was uns ein Kind macht.
00:20:32: Es sind ja alle unterschiedlich.
00:20:34: Aber es braucht nicht mehr viel, weil der Ballon sich über den Tag gefüllt explodiert.
00:20:40: Und die Strafen sind kontraproduktiv, sie können sich nicht verknüpfen.
00:20:46: Sie erleben es oft als ungerecht.
00:20:49: Ist besser wurde Konsequenz daraus zu ziehen?
00:20:53: Wir sagen sogar Folgen.
00:20:56: Bei uns sind wir als Psychologin Folgen, du kannst aber auch Konsequenz sagen.
00:21:00: Es ist wirklich besser dir zu überlegen wie kann ich am Kind das verknüpfen?
00:21:07: Ich weiss nicht genau deine Situation mit dem Tisch.
00:21:09: und jetzt anfangen Zeichen machen und das Essen umrühren.
00:21:13: Dann muss man erst anwägen geht es jetzt um die kindliche Entwicklung?
00:21:16: also will zuerst mal schauen wie fühlt sich etwas an was passiert?
00:21:19: wenn ich es aber rühre Wenn du merkst, es geht wie nicht mehr um das.
00:21:22: Dann kannst du die Teller einmal wegnehmen und sagen hey ich merke ... Du bist fertig mit Essen oder ich habe das Gefühl, du bist fertig zu essen, ich tu's auf die Seite stellen.
00:21:30: Und wenn ein Kind sehr viel stoppt, kannst du schon nochmal eine Chance geben und sagen okay gut, einfach nicht!
00:21:34: Und wenn sie aber genau das Gleiche wieder machen, dann ist es wirklich fertig.
00:21:37: Also dort wie so ein bisschen schauen, ok?
00:21:40: Kann ich ehm... kann ich es mal weg nehmen und schaue mal wie das Kind reagiert.
00:21:43: Dass da eben wieder Grenzen setzt?
00:21:45: Ja genau ja.
00:21:47: Oder was super ist, wenn du am Kind zwei Alternativen bautest Also so eine Wahla ist oft besser, wie jetzt eben ein Straf.
00:21:54: Also wie du sagst okay look du darfst am Tisch bleiben aber dann spielst du nicht mit dem Essen oder du gehst vom Tisch.
00:22:01: Obwohl die Kinder wechschicken ist grundsätzlich immer recht schwierig.
00:22:04: Ich weiss nicht wie einfach dir gelingt das Kind noch mit Herzschicken?
00:22:07: Es ist manchmal recht schwierig weil er dann ja wieder aus dem WC rauskommt.
00:22:10: und einschlüsse, dass wenn man auf den Kämpf hallt was wir uns überlegt haben dass wir mal einen Ecken schaffen neben dem Tisch also wie ich kann dort an der Seite und einfach die Situation mal beobachten.
00:22:21: Ich merke jetzt im Gespräch, es geht zwar um die Trotzphase des Kindes aber es kommt stark darauf an wie wir Älteren reagieren.
00:22:31: Ich möchte gerne aus den christlichen Perspektiven schauen was wir uns Eltern vielleicht für ein Menschenbild helfen gerade in dieser herausfordernden Erziehungssituation?
00:22:41: Ich glaube wirklich, dass das gleichwertige Menschenbild, das positive Menschenbild und auch dort ihnen zu sagen können.
00:22:49: Weisst du wie wir es jetzt von Gott anschauen?
00:22:51: Er sagt ja auch, wir Menschen haben den Freien Willen.
00:22:54: Also er geht ja nicht her und könnte ja auch vieles vorauswaschen regulieren oder uns irgendwo anders steuern.
00:23:01: aber oft lässt er uns ja auch irgendwo reinlaufen weil er denkt ja okay ich habe einen freien Wille also machen und bei der Kind ist so ein bisschen ähnlich.
00:23:08: Wir sollten dieses Menschenbild überkommen um zu sagen Die liebevolle Begleitung, die Tatsache für das Kind aber auch mal zu sagen okay wenn es nicht gefährlich ist natürlich nicht auf der Strasse rennen lassen.
00:23:19: Darf sie einmal irgendwo etwas erleben?
00:23:22: Weisst du jetzt mal auf einer Herplatte lang, wenn sie schon so ein bisschen abklingen ist.
00:23:25: Das haben wir doch
00:23:27: alle gemacht.
00:23:27: Und merkt
00:23:28: ui!
00:23:28: Es ist heiss und so lernst du viel besser wie wenn jemand die ganze Zeit spricht.
00:23:32: Ich glaube dieses Menschen bildet wirklich den liebiveren Blick auf dein Kind zu haben.
00:23:37: Mit dem Wissen bin ich zuständig, die Begleitung zu machen.
00:23:42: So wie geht es eigentlich mit diesem Mensch auch, weil du unterwegs warst?
00:23:45: Ja
00:23:45: genau und wirklich auch in dieser Beziehung.
00:23:47: Wir sollten ja auch im Gott der Beziehungen sein und immer wieder ausduschen und auch in Kontakt gehen.
00:23:52: Und für mich ist so ein bisschen der Leitsatz von mir, dass es immer um eine Beziehungsbeziehung geht.
00:23:57: Also das besser deine Beziehheit ist zum Kind, desto besser akzeptiert es auch etwas von dir.
00:24:02: Warum ist jetzt... Gerade Geduld.
00:24:04: Etwas, was ich ganz sicher nicht als Stärke habe.
00:24:08: Warum ist jetzt Geduld keine Schwäche?
00:24:10: Sondern gerade eine wichtige Stärke.
00:24:12: Jetzt
00:24:12: fragst du dich gleich die Richtung!
00:24:15: Ich bin auch nicht so die geduldigste Person.
00:24:16: Das Uffest muss er lernen mit den Kindern und jetzt wieder mit dem Hund.
00:24:21: Aber wirklich Geduld ist eigentlich eine Stärke... Wie wir dann in der Ruhe etwas am Kind beibringen können.
00:24:28: Wir könnten es wie aushalten, mitbegleiten und auch Zeit geben um Kinder einen Entwicklungsschritt zu machen.
00:24:35: Und wenn wir immer im Stress sind, übertragen wir das ja auch noch mal aus dem Kind.
00:24:38: Das Kind wird schneller gestresst, weil es unsere Emotionen auch gespürt ist.
00:24:43: Fürs Kind ist du hier auch schwieriger.
00:24:46: Es hat schon fast mit dieser Korregulation zu tun.
00:24:49: Weisst du was wir gesagt haben?
00:24:50: Dass ich so geduldiger bin... Das so eher akzeptiere ich auch etwas vom Kind und verstehe es nicht gerade immer persönlich.
00:24:57: Und das so gestresst oder durchgehaktet mittag ist, dass zu weniger Platz hat sie ja auch für mal einen Ausbruch von einem Kind.
00:25:05: Und wir können uns auch ein bisschen so anschauen... Ich habe einmal eine Video dazu gemacht, wenn du quasi das Kind des Spielen hast oder du bist im Kochen und merkst... Oh oh!
00:25:13: Ich kann die Eier vergessen.
00:25:15: Ganz schwierige Moment.
00:25:16: Super, oder?
00:25:17: Jetzt müsst ihr das Kind unter den Arm klemmen mit dem Post am.
00:25:19: Kind ist aber so im Spielen versteht ja nicht warum du jetzt musst gepostet, weil das kann sie noch gar nicht machen, die Verknüpfungen.
00:25:27: Und das ist ganz ein schwieriger Moment, ja?
00:25:28: Weil dann bist du in so einem Stress drin und dort ist wirklich wie die Frage, was mach ich jetzt oder?
00:25:33: Und da kannst du mich helfen wenn du zurückstattest und sagst okay wie schlimm ist es, wenn jetzt das Essen halb schon später auf den Tisch kommt... ...und ich dann mit dem Kind das langsam aufbaue, dass ich jetzt aus dem Haus muss anstatt ihnen wie raus zu reißen aus etwasem Ja
00:25:46: Was schwierig ist, während du am Mittagessen kochen willst.
00:25:49: Also am Pfann und am Herbst ab.
00:25:51: Ja das ist so!
00:25:52: Wir sind immer noch bei der christlichen Perspektive.
00:25:54: Wie kann es die christliche Haltung vielleicht älteren auch entlasten?
00:26:00: Dass wir nicht unter dem Druck stehen.
00:26:03: Ich glaube da kommt's aber wieder auf das Menschenbild darauf an was du vorgesagt hast.
00:26:07: Weil wenn man sehr fest an ... Weisst du wenn es um Leistung geht...
00:26:14: Wir müssen etwas machen.
00:26:15: Ja, also weisst du das so fest für Anker?
00:26:18: Ich muss Leistung bringen!
00:26:19: Ich muss genügen... ich bin noch gut genug wenn ich z.B.
00:26:23: am Tag bette zum Beispiel, sonst hätte Gott mich nicht mehr lieb.
00:26:26: und wenn du dieses Gefühl hast beim Kind dann ist es ja mehr Stress.
00:26:29: Also ich glaube wenn du deine christliche Haltung hast und sagst ja es ist eben beziehungswichtig Ich darf auch das wieder einbringen, den Glauben oder eben einmal betten darüber und sagen hey siehst du meine Thematik, die ich gerade stehe mit meinem Kind.
00:26:43: Das fordert mich gerade mega aus.
00:26:45: Dann kann es ja auch eine Anker sein wenn ihr abladet im Gespräch mit Gott.
00:26:49: Aber wenn man als Leistung anschaut dass du das auch noch musst machen dann ist er natürlich kontraproduktiv.
00:26:54: Jetzt mache mir ganz viel Fehler an Selteren.
00:26:56: Gerade in dieser Trotzfase.
00:26:58: Verwünsche mich immer wieder.
00:26:59: Ich mach Fehler.
00:27:02: Ja, tue nicht richtig reagieren.
00:27:04: Was heisst es denn genau, Fehler dürfen machen?
00:27:08: Für Kinder wie auch für Eltern.
00:27:10: Also erstens sind wir alle Menschen.
00:27:11: Wir machen einfach unsere Fehler.
00:27:14: Da darf ich mir wirklich auch nachsichtig mit uns sein und das Kind lernt eben wieder von uns.
00:27:18: also wenn sie sieht, hey die machen nicht alles perfekt um ihr euch zu entschuldigen und sagen hast du mal Uleid da habe ich falsch gehandelt dann ist das für uns ein super Lernprozess.
00:27:28: Und auch zu merken, okay Fehler sind ja wieder eine Entwicklung.
00:27:32: also es gehört dir dazu Fehler zu machen, denn nur du Fehlern lernet mir.
00:27:35: und wenn Fehler für uns etwas sind so es dürfen nicht sein ich bin dann nicht mehr genug, ich genüge nichts oder bin nicht mehr wertvoll.
00:27:42: ist das eigentlich ein bisschen unblöds wenn man das durchs Leben mitnimmt weil wir machen einfach Fehler im Leben.
00:27:47: viel schöner ist wenn man könnte sagen Ja!
00:27:49: Ich kann da jetzt falsch reagieren aber Ich lerne ja doch etwas draus.
00:27:52: Ich weiss fürs nächste Mal, das bringt nichts und kann mich aber entschuldigen.
00:27:56: Es
00:27:56: ist ein brandschwieriger Moment.
00:27:57: eben wenn ich ihn gerade einen Fehler mache dann habe ich nachher richtig viel schlecht zu wissen dass sie sagen oh nein jetzt habe ich so kacke reagiert.
00:28:06: sorry für das Wort aber gleich ist es mega wichtig dass wir wissen für die Kinder oder wirst du es so sagen?
00:28:12: Die Kinder sehen uns als perfekt an.
00:28:14: Wenn mir nachher uns entschulgen bei den Kindern werden wir durch ihre Augen noch perfekter.
00:28:19: Kann man das so sagen?
00:28:20: Nein, Kinder sehen uns einfach als erhaben.
00:28:22: Die können alles, dann klingt alles, die machen alles.
00:28:25: Aber irgendwann nicht mehr, also bei der Pubertät ist klar, wenn sie mir das überhaupt nicht mehr und schon viel vornehmen, aber in dieser kleinen Phase schauen wir es wirklich an ... Dann klingt das!
00:28:36: Sie können kochen, dieses, jenes und sie auch noch nichts.
00:28:39: Sie müssen das alles lernen.
00:28:41: Und wenn sie merken, ja, aber auch ihnen passiert ein Fehler, dann ist das einfach... Für sie auch, wo man schönes sieht.
00:28:48: Weil Sie haben noch so viele Sachen, die Ihnen nicht gelingen oder?
00:28:50: So zu merken ist einfach auch menschlich dass alles nicht alles klingt und das man aber immer wieder kann sagen es tut mir auch leid also... Nicht jeder Fehler muss dich entschuldigen.
00:28:59: ich meine es kann etwas sein was du jetzt sagst okay ist mir jetzt etwas umgekehrt dann musst du dich auch nicht entschouldigen.
00:29:03: aber wenn du einen Fehler machst im Verhalten gegen ein Kind kann man sich an Entschuldigen und das Kind kann das ja dann auch übernehmen und später sagen ich komme vielleicht auch zu dir und sagt hey Papa jetzt habe ich auch einen Fehler gemacht.
00:29:12: es tut mich
00:29:12: leid mega schön zu wissen, dass wir die Fehler machen dürfen und dass auch wir nicht perfekt sind als Eltern.
00:29:18: Also Alfredo würde jetzt sagen, weisst du wenn wir irgendwo etwas nicht gelingen können, geben wir ein Minderwertigkeitsgefühl hinein und das ist so ein unschönes Gefühl und wir wollen es ja nicht haben.
00:29:28: Wir wollen es irgendwo überwinden und gehen aber dann innen über Kompensationen und oft verhalten wir uns dann eben, wenn man was falsch macht oder ob er uns etwas dort reinbringt.
00:29:39: Das muss nicht einmal etwas falsches sein.
00:29:41: Ein Verhalten um uns ganz komisch einfach um das wieder verbessern.
00:29:45: Und wenn wir es bewusst machen haben, ja jetzt geht's mir gerade nicht so gut weil ich glaube einfach irgendwo eben in einem Gefühl nicht bin, wo ich das Gefühl habe, ich genüge nichts oder ich bin nicht wertvoll dann ist das schon mal der erste Schritt und da kann man dort auch eben merken hey was brauche ich denn eigentlich als Erwachsenung?
00:30:00: Und oft haben mich das selber nicht so gelernt mit diesen Fehler umzugehen.
00:30:04: Weil es vielfach so war, wenn du einen Fehler machst, dann bist du einfach nicht mehr gut genug oder?
00:30:08: Das dürfen wir ein wenig aufbrechen.
00:30:11: Es ist auch wichtig, dass die Kinder erklärt, was ich als Papi oder Mama wirklich brauchen.
00:30:18: Also du meinst deine Bedürfnisse?
00:30:19: Ja, jetzt gerade in dieser Trotzphase vielleicht auch.
00:30:22: Oder nachträglich.
00:30:23: Man kann gut sagen hey ich schaue jetzt einfach zu viel, es ist mir zu laut, jetzt muss ich mich nicht zurücknehmen.
00:30:27: ein Kind kann jetzt eben so von einer halben bis drei das noch nicht so verstehen.
00:30:31: was du jetzt brauchst.
00:30:32: aber sagen darfst du es trotzdem auf jeden Fall kannst du es erwähnen später könntest du sie ja dann auch verstehen.
00:30:38: Aber die ganz kleinen können sich eigentlich noch nicht in dich hineinversetzen.
00:30:41: Was bräuchte einen anderen Menschen?
00:30:42: Das geht noch nicht.
00:30:45: Ich möchte gerne etwas auf Alltagstipps kommen.
00:30:48: hilft mir jetzt konkret um einen Wutafall.
00:30:51: Im Akutenwutafal, wo es plötzlich auf schöner Messe alles stimmt und dann macht der Teller ... Und er ist am Boden ... ein Touched!
00:31:02: Was hilft?
00:31:03: Dier selber oder im Umgang mit dem Kind?
00:31:06: Beides!
00:31:07: Hey also ehrlich sage ich immer so wie ein Rezept Du musst dich überlegen was für Zutaten brauche ich.
00:31:12: Einerseits brauchst du vielleicht mal eine Priseklasseheit einfach mal zu sagen okay Moment Mal.
00:31:17: Dann hilft es mir immer, dass man sich für sich herausfindet.
00:31:21: Zuerst mal durchschnufen bevor ich handele.
00:31:23: Also erst einmal warten und nicht gleich darauf los schiessen.
00:31:26: Erstmal sagen wir momentan einschnupfen, ausschnupfen oder auf zehn zählen.
00:31:31: Und dann noch mal überlegen wie ich jetzt handeln soll?
00:31:35: Was ist genau passiert?
00:31:37: Wenn du weisst was die Phase ist, das Kind kann jetzt gar nicht anders... Kannst du das wirklich noch mal anders bücheln?
00:31:43: Und dann geht es aber fest darum, ich würde immer bei mir Erwachsene ansetzen.
00:31:46: Was brauchen wir als Erwachsener damit man eben nicht anfängt auch mit zu schwingen, sage ich in diese Wut hier zu kommen?
00:31:54: und da braucht ihr etwas anderes.
00:31:55: Mir hat zum Beispiel immer geholfen Summen.
00:31:58: Weisst du einfach mal anfangen Summen oder ein Lied zingen oder Musik loszunehmen?
00:32:04: Aufstehen ist auch super ein Fenster öffnen Oder was gut ist, wenn du dich für etwas ganz anderes konzentrierst.
00:32:10: Also wenn es jetzt nicht ein dringender Notfall ist, wo du sofort musst handeln.
00:32:14: Kannst du einfach mal sagen Moment ich schaue mal wie viel grüne Diss siehst du hemmert zum Beispiel?
00:32:20: Fangst du etwas an zu zählen?
00:32:22: Irgendso etwas.
00:32:22: Einfach etwas das dich für den Moment so aus dem rausbringt damit eben wieder in einen Ballas kommst und es hat ja viel mit diesem Nervensystem zu tun weil man das so überlastet ist oder... dann musst du es wie koregulieren.
00:32:34: Also du selber eigentlich, dich überlisten und dann helfen all die Strategien.
00:32:38: Es kann auch das Mantra sein, was du dir vorüberleihst.
00:32:41: Was je wills sage ich in so einer Situation mir selbst?
00:32:44: Aber das musst du einüben!
00:32:46: Es sind halt oft Sachen, die jetzt nicht gleich erst mal funktionieren, sondern wo man sich schon vormussend damit beschäftigen muss.
00:32:52: Weil wenn du schon den Wut drin bist, kannst du gar nichts mehr.
00:32:56: Dann können wir Erwachsene nicht mehr sinnvoll handeln.
00:32:59: Das ist wirklich so, dass Flucht ... Kampf oder erstarren.
00:33:02: Anders geht die nicht mehr.
00:33:04: Darum ist bei uns gut vor und, was bei unseren Erwachsenen oft Thema ist, dass es eben nicht eine Wut auf allem Tisch ist sondern dass wir uns überlegen müssen wie es mir geht wenn ich am Tisch sitze Wie viel hat sich vorher schon aufgekommelt bei mir?
00:33:17: Dass ich schon lange nicht in einer Bahn aus bin und eigentlich auch nicht mehr viel gebraucht bis mich verjagt.
00:33:21: Das haben wir jetzt wieder den Ballon nehmen weisst du Also so schaffe ich oft mit der Leute in der Beratung zu mal herausfinden Wenn an Tag fängt das eigentlich an Dass du merkst, jetzt bin ich schon gar nicht mehr so ganz stimmig unterwegs.
00:33:34: Und oft ist es nicht der eine Trotz-Auffall vom Kind.
00:33:37: Es hat mich schon viel, viel vor angefangen.
00:33:39: Nur dieser bringt einen auch noch zum Überlaufen für uns.
00:33:42: Muss er nicht?
00:33:43: Kann!
00:33:43: Es ist immer individuell.
00:33:45: Das kann ja aber schon früh am Morgen anfangen...
00:33:48: Mega früh, du stehst auf.
00:33:49: Es klingt ja schon etwas nicht oder du hast schon mal schlechte Laune.
00:33:52: Das kann einfach sein, weil du aufstehst und es geht nicht gut.
00:33:54: Du hast Kopfwege.
00:33:56: Und dann ist es eben sich zu viel bewusst zu machen.
00:33:58: heute bin ich einfach sensibler unterwegs.
00:34:00: Heute wird's nicht viel brauchen.
00:34:01: das verjagt mich so dort schon oder am Kind wenn es ein bisschen älter wird mit einer Halbkast das noch nicht.
00:34:06: Hast du das vierjähriges Kind?
00:34:07: Kannst du mir sagen hey look!
00:34:09: Ich bin heute einfach nicht gut gelaunt und es ist einfach so ich vertrage viel weniger.
00:34:13: Also tut mir jetzt schon leid, wenn die vielleicht schneller laut wird.
00:34:16: Du kannst das auch schon mal vorausgeben und die Kinder können mit diesem zu einem recht guten Umgang.
00:34:21: Und könnt du das manchmal auch wirklich sagen?
00:34:23: Oh nein!
00:34:23: Jetzt ist es nicht gut beim Mami.
00:34:25: Vielleicht dann eben ... Kindeskirchen ist noch ein bisschen früher aber so ab Schule anfangen kannst du das wirklich supergut machen.
00:34:30: Also ich könnte es dann auch mehr einordnen...
00:34:32: Ja sie wissen dann an okay es hat nicht mit mir zu tun oder bei ihnen hat's immer eine solche Tendenz.
00:34:37: Sie nehmen alles auf sich.
00:34:38: Sie haben das Gefühl, ich bin immer all um Schuld.
00:34:40: Die Eltern sind gut gelaunt wegen mir und dann versteht es gar nicht um mich, aber sie hat einfach schon mal schlechte Laune.
00:34:48: Und du hast vorhin gefragt ja, die Alltagstipps auch fürs Kind weisst?
00:34:52: Beim Kind ist es wirklich sehr unterschiedlich.
00:34:54: Vielleicht lange, wenn du aufstehst und das Kind in den Arm nimmst und sagst, ja ich merke jetzt bist du einfach gerade überfordert oder geht das Essen?
00:35:01: Das hast du jetzt wirklich nicht gerne oder keine Ahnung was es dann ist oder?
00:35:05: Oder es ist einfach zu laut oder zu viel dass du anfängst ein eigentlich Gefühl vom Kind spiegeln.
00:35:10: Das geht aber nur wenn du selber gut reguliert bist also wenn du kannst aufstehen oder hergekommen, im Arm nehmen und sagen hey ich gesehen du bist jetzt einfach gerade wütig auch immer so etwas sagen.
00:35:19: Was du das Gefühl hast, könntest Kinder für ein Gefühl haben, weil sie sich noch nichts benennen können.
00:35:24: Sie merken oft schon im Bauch, was nicht stimmig ist.
00:35:26: Manchmal wollen sie einen Bauch.
00:35:27: Aber eigentlich ist es ein Gefühl, der irgendetwas auslöst.
00:35:31: Für sie gibt's aber wie Bauche, weil man sich nicht in Worte fassen kann.
00:35:34: Sie können dann nicht sagen wo der Schmerz ist?
00:35:36: Genau!
00:35:37: Du kannst ihnen helfen zu erklären, was es sein könnte.
00:35:41: Es gibt aber auch Kinder ... Was musst du da raus holen?
00:35:44: Ich war schon in extremen Situationen, aber sie waren etwas älter.
00:35:48: Ich habe eine Sonderschule für Kinder im Bereich ADS und ASS geschaffen.
00:35:53: Dort konnte das Kind sich nicht mehr beruhigen können.
00:35:56: Dann kam auch mein Anschlag, weil es etwas grösser ist.
00:36:00: Und was machen wir jetzt?
00:36:01: Dann habe ich angefangen, Zeitpapier zu verkrugeln, um die Kinder anzurühren ... war zuerst etwas wie eine Provokation.
00:36:09: Aber es hat dann angefangen mitzumachen und irgendwann konnte man die Gefühle regulieren, weil sie gemerkt haben.
00:36:13: Es ist eigentlich noch lässig!
00:36:15: Ich kann jetzt auch meine Wut abbauen durch ein Spiel, das ich nicht wehtut.
00:36:19: Das kann auch in Weichenböllen sein... Manchmal braucht es wirklich von uns auch etwas damit zu abgefahren.
00:36:25: Unabhängig von der Umarmung, weisst
00:36:27: du?
00:36:27: Ist jetzt wie so ein Ablenkungsmanöver, den du hier beschrieben hast.
00:36:31: Mit dem Papierknall wegrühren.
00:36:33: Würdest du sagen, dass das auch etwas, was nichts gibt?
00:36:35: Das Kind ist voll im Trötzleinen und du sagst, hey, schau mal, da aussetzt ein Vogel.
00:36:39: Mega cool!
00:36:40: Der ist bei uns im Vogelhäuschen.
00:36:41: Kann?
00:36:42: Aber es ist wirklich so... Jedes Kind ist anders.
00:36:45: Du kannst dir jetzt wie nicht sagen, dass das funktioniert genau bei deinem Kind.
00:36:48: aber es ist immer gut wenn du solche Sachen probierst.
00:36:52: Jetzt hast du vorher etwas angesprochen.
00:36:53: eben man kann sich überlegen die grüne Tischsetze hat schon angesprochen.
00:36:58: Jetzt hättest du im Lidl an der Kasse keine grünen Tischsätze.
00:37:01: Was mache ich dann?
00:37:03: Hey also Manchmal geht es einfach nicht, dass du jetzt ... Das ist das Kind gelenkt.
00:37:10: Manchmal muss man so aushalten und die Kinder oben in dem Wegelein.
00:37:14: Dass du dir wirklich weissst, ich kann eigentlich nicht mehr viel machen wie mich auf dieses Konzentrieren, was ich jetzt machen muss.
00:37:20: D.h.,
00:37:20: ich muss schnell den Kassenvorgang fertigmachen.
00:37:23: Und dort versuche ich noch einmal, einschnupfen und ausschnupfe.
00:37:26: Oder eben Summen hilft mir mega gut!
00:37:30: Wenn du ein Liesch anfängst zu summen?
00:37:32: Wirst du das jetzt im Lied anfangen?
00:37:34: Also nicht zingen,
00:37:35: ich kann eher zingen.
00:37:35: Aber Summe, das kannst du ja wie auch fast so ein bisschen innerlich machen.
00:37:40: Da musst du nicht wahnsinnig laut werden.
00:37:42: Dann kannst du ganz fein ein wenig summen und das hilft mir schon mal so etwas zu sagen.
00:37:47: oder einfach wir selber sagen Moment ruhig bleiben, einschnuffen, auschnuffe.
00:37:51: also da hilft vielleicht wirklich so wie ein Mantra wo du vorher aber wirklich überlegt hast was mache ich denn?
00:37:57: Und dann kann es aber auch sein dass er dort schwitze kommt.
00:38:01: Das ist einfach auch menschlich, dass man nicht immer perfekt handelt.
00:38:05: Das ist so genau.
00:38:06: Auch nicht im Lidl an der Kasse.
00:38:09: Nein!
00:38:10: Wie können wir älter mit unseren eigenen Grenzen besser umgehen?
00:38:14: Wir stoßen selber immer wieder an die Grenzen... Ich weiss nicht wie ich in den Album gehe damit mit einer Trotzphase.
00:38:21: Die eigenen Grenze sind auch ein Akzeptieren.
00:38:24: Dass ich jetzt halt Grenzen habe.
00:38:25: Ich darf Grenzen haben.
00:38:29: alles vertragen oder alles aushalten können.
00:38:31: Und ich glaube, Akzeptant ist schon mal gut zu merken.
00:38:34: Ich z.B.
00:38:35: merke, wenn es sehr laut wird, vertreibe ich das mega schlecht und dann werde ich hässig aufgrund der Lautstärke.
00:38:42: Dort hat es mir wirklich genutzt einen Kopfhörer oder einfach die Stöpsel innen mit Musik.
00:38:47: Wenn ein Kind vielleicht komisch findet, dass du hier Musik lösst, wäre dein Kind trotzdem.
00:38:51: Aber ich mache es auch für mich zum Merken.
00:38:53: Das ist halt meine Grenze, kann das jetzt nicht anders?
00:38:56: Es geht jetzt nicht anders, ich kann es nicht aushalten.
00:38:59: Ich mache etwas, was mir gut tut.
00:39:01: Und beim Kind passiert in der Trotzphase eigentlich grundsätzlich auch nichts.
00:39:05: Außer du hast wie du vorhin gesagt, das Kind schlägt den Kopf am Boden und musst wahrscheinlich eingreifen oder?
00:39:10: Hey, also weisst du ... Bei meinem Sohn war es nicht so, dass er wie glanturt hat sich zwei, drei Mann davon alleine aufgehört, weil es im Plattenboden war.
00:39:21: Das tut ja dann schnell mal weh.
00:39:23: Wenn du merkst, dass es viel länger geht, dann würde ich schon eingreifen.
00:39:26: Also ein wirkliches Gefühl hast du, oh nein!
00:39:28: Es gibt auch Kinder, die sich in so einem Brüllen hinein kommen, das für den Moment weihomächtig werden kann.
00:39:34: Das habe ich zum Glück nie gehabt und das gibt's aber auch.
00:39:37: Dort wüsste ich jetzt von einem nicht so genau wie man handeln muss.
00:39:39: Dann müsste man sich ärztlich informieren was das Kind braucht.
00:39:43: Aber es gibt wirklich dieses Kind sich so steigern ja... dass es dann einfach passiert.
00:39:47: Und ich glaube wirklich wichtig ist, wie du jetzt gesagt hast ja, wie gehe ich mit so einer Trotzphase um?
00:39:52: Ich glaube einfach auch zu merken oder zu wissen... Es ist eine Phase!
00:39:56: Das hat man als cooles Lieblings in dieser Phase.
00:39:59: An das wirklich, wie zu merke, hey, es ist ein Lernprozess und es ist etwas, was passiert beim Kind und es kann wirklich nicht anders.
00:40:06: Ich glaube, das hilft wirklich schon so fest wenn du verstehst.
00:40:10: Ja, es geht nicht als Papi.
00:40:12: Es geht nicht um dich irgendwo Ja, zu nerven oder so ist einfach der Moment, dass das Kind nicht anders reagieren kann.
00:40:19: Wenn es sich jetzt mit dem Herzen bei seinen Schulaltern oder sogar schon Kinder gibt und es nicht besser wird, dann müssen wir wirklich darüber schauen... Weil dann ist es vielleicht nicht mehr eine Trottephasen, sondern ein Lern zum Muster des Kindes.
00:40:31: Das heisst, das Kind hat wirklich gelernt, wenn ich so handele, reagiert meine Eltern wieder – und das gibt mir wieder Bestärkung!
00:40:37: Also ich bekomme dann vielleicht auch das, was ich will?
00:40:40: Entweder das ... Oder ich habe einfach Aufmerksamkeit mit meinem Verhalten auch wenn es negativ ist.
00:40:45: Aber nicht zwischen zwei und vier, also dort wirklich einfach mal.
00:40:50: Also würdest du sagen, es braucht die Trotzphase?
00:40:53: Ja, also brauchen doch... Ich glaube das ist eine gute Sache weil das Kind wirklich darf merken ich kann etwas selbst bewirken.
00:41:03: wir müssen am Kind aber auch diese Möglichkeiten geben am Tag irgendwo einzubauen dass etwas bewirken kann.
00:41:08: Es ist ein wirklich schöner Lerneffekt.
00:41:12: Es darf aber auch lernen, Frustration gehört dazu im Leben und haut mich nicht gerade um.
00:41:17: Also ich kann wie das aushalten und es ist trotzdem noch möglich weiter zu leben oder unterwegs sein genau.
00:41:25: Ich möchte nochmal konkret auf ein Alltagstyp kommen.
00:41:28: was hilft mir jetzt nach dem Konflikt wieder die Verbindung mit meinem Kindes wieder aufzubauen?
00:41:35: Wichtig ist, dass er Zeit miteinander verbringt.
00:41:38: Was das genau ist?
00:41:39: Dass du das Kind in den Arm nimmst und mit ihm ein Bücher anschauen.
00:41:44: Mit ihm ein Spiel machen oder einfach mit ihm aneinander sitzen.
00:41:47: Ist eigentlich nicht so wichtig was?
00:41:52: Dort kannst du ausgespüren, was das Kind tun will.
00:41:54: Das, was ich cool finde, würde ich über die Nähe zu machen.
00:41:57: Denn es zeigt am Kind wieder okay.
00:41:59: Die versteht mich.
00:42:00: Sie geht darauf hin auf das, was für mich wichtig ist Und einmal zu sagen, ich liebe dich.
00:42:06: Auch wenn wir jetzt gerade eine schwierige Situation hatten und es gerade laut geworden ist oder für dich auch nicht einfach war, ich lieb dich trotzdem.
00:42:13: Also das immer wieder zu sagen die Liebe hat ihn nicht mit dem Verhalten zu tun.
00:42:17: Man kann auch mal am Kind sagen, jetzt vielleicht nicht mit einer halben Person, sondern mit der richtigen Führung, hey look!
00:42:22: Hattest du die Wase von meinem ... Verwandten ist für mich schwierig, weil meine ganze Emotionen daran hängen.
00:42:30: Das finde ich nicht lässig und vielleicht nicht wenn ich davor schon gesagt habe spielst du nicht mit dem Böllen?
00:42:34: Aber das hat eigentlich nichts mit der Liebe zu tun.
00:42:36: also das Kind immer versteht... Ich bin geliebt egal was es verhalten dass ich mache ...es Verhalten ist es schon wo man durfte thematisieren aber nicht die Liebe
00:42:44: Kann man auch sagen, aus der göttlichen Perspektive.
00:42:48: Gott liebt uns ja auch, wenn wir Fehler machen?
00:42:50: Genau!
00:42:51: Und Gott vergibt uns und wir dürfen uns auch beten darum und sagen hey, kannst du uns vergeben und so dürfen wir es vielleicht auch ein bisschen mit uns selber machen.
00:43:00: Also eben auch selbst vergehen oder wieder den Bezug zum Gott zu machen und sagen Hey look ich weiss nicht ob das so handelt aber es ist im Moment ja nicht anders möglich gewesen.
00:43:08: Es ist ja meistens nicht so dass man es bösartig macht, sondern mich könnte auch nicht anders handeln.
00:43:14: Gibt es ein Gedanke, wo du jetzt weitergeben wirst zu den Eltern, die in diesen stressigen Moment völlig einen Anschlag kommen und ihnen helfen können?
00:43:25: Es ist alles nur ein Fachhaus.
00:43:27: Schön!
00:43:29: Alles bis achtzehn Jahre.
00:43:31: Genau.
00:43:31: Ich glaube nicht, dass das wahnsinnig viel hilft... Also was mir persönlich extrem geholfen hat, ist ein Verständnis für Kinder zu überkommen.
00:43:38: Wieso mich mehr mit der Entwicklung auseinandersetzen Und zu merken, wenn ist etwas was beim Kind.
00:43:45: Weil dann hast du ganz ein anderer Bezug und merkst schon okay es geht wirklich nicht um das, dass mich das Kind einfach per se doof findet weisst du?
00:43:52: Das hat mir mega geholfen!
00:43:54: Ja und die Beziehung also ich glaube den Fokus fest auf das zu legen was gut läuft.
00:43:59: Also vielleicht wenn du so eine Phase wieder gehst oder am Abend im Bett bist und sagst Jesus ist einfach der ganze Tag wieder nur öh gewesen.
00:44:06: Dann halt einmal einen Block mit Häuschen So die kleinen, wäschspierige Häuschen.
00:44:10: Und gehen mal kreuzeln und machen wieviel Sachen sind am Tag wirklich nicht gut gelaufen?
00:44:15: Dann kommt schon ein ganz anderes Bild, weil dann merkst du vielleicht es sind drei Häusche, aber der Block ist ja riesig!
00:44:20: Das hat die vielleicht tutzende Hüschen drauf und das ist drei abgestrichen auch nicht gut geblieben.
00:44:25: Einfach dort noch einmal zu schauen, wir haben den Fokus fest als Eltern oder so, also als Menschen auf dem, was nicht gut läuft, nicht viel weniger auf diesem Weg gut läuft.
00:44:34: Der Blickwinkelwächs ist wichtig.
00:44:36: Wirklich sagen hey, aber Momentanmal... Auch dir selber zu sagen, was habe ich denn heute alles gut gemacht?
00:44:41: Vielleicht habe ich drei Mal eine Trotzphase super begleitet und die vierte habe ich halt nicht mehr begleitet.
00:44:46: Ja!
00:44:46: Du hast aber dreimal super koreguliert.
00:44:48: Dann darfst du dir das selbst schieben und sagen, hey, mega gut.
00:44:51: Es ist noch eine, die ich nicht geschafft habe.
00:44:54: Nachsichtig weißt du so auch mit sich selbst.
00:44:55: Ein Lernprozess für uns Eltern.
00:44:58: Genau.
00:44:58: Sehr schön.
00:45:00: Also jetzt alle da draußen älteren, die gerade in dieser Trotzphasen reinstecken.
00:45:04: Was hast du noch für einen Tipp?
00:45:07: Wo setzen wir gerade das erste an?
00:45:08: Ähm,
00:45:10: bis ich selber wirklich fest bei sie ansetze und sage, Moment.
00:45:13: Warum mache mich das eigentlich so festwürdig?
00:45:16: Warum würde ich so hässig, wenn die Kinder diese Phase haben?
00:45:19: Dort mal darüber schauen!
00:45:22: Weil es kann auch etwas sein, was mit uns eine Vergangenheit zu tun hat.
00:45:25: Dass man irgendein Gefühl, dass bei uns ein Gefühl hochkommt, das mit der Vergangenkeit zu tun ist.
00:45:29: Zuerst mal so ein bisschen herschauen.
00:45:31: Wieso werde ich so fest würdig?
00:45:32: oder wenn am Tag fängt's eigentlich an... Und mir dann wirklich noch einmal bewusst zu werden, was tut mir persönlich gut?
00:45:38: Habe ich eigentlich auch genug Auszeiten für mich selber?
00:45:41: oder würde es mir helfen wenn ich sage hey du nicht mehr am Baby-Sitter wo mehr kommt und ich ein bisschen mehr Pausen habe.
00:45:48: Weil ich sage immer den Eltern hey das so besser es euch persönlich geht, das so bessere könnt ihr koregulieren.
00:45:54: Das so besser können deine Beziehung herstellen, dass sie überhaupt mit dem Kind unterwegs sind.
00:45:59: Also immer erst bei euch schauen was du brauchst und dann könnten wir das wieder weitergeben.
00:46:04: Sehr schön.
00:46:05: Danke vielmals Janett Papadopoulos, haben wir dürfen bei dir im Atelier sein?
00:46:08: Sehr gerne!
00:46:09: Danke fürs Gespräch!
00:46:10: Sehr schön gewesen, danke vielmals!
00:46:11: Danke dir!
00:46:12: Tschüss zusammen!
00:46:18: Vielleicht hast du jetzt gerade beim Zulassen gemerkt, die Trotzphase ist nicht einfach eine Zeit, in der man irgendwie noch überstehen muss.
00:46:25: Es ist mehr ein Einladung, dass wir unsere Kinder aus einem neuen Blickwinkel sehen können und dass wir auch etwas gnädiger sind mit uns selbst.
00:46:32: Ich persönlich konnte wirklich viel mitnehmen aus diesem Gespräch mit Janett Papa Doppelus Zum Beispiel, dass im Kind in dieser Zeit zuerst einmal bewusst wird, dass es eigene Gefühle hat und eine eigene Persönlichkeit.
00:46:44: Und das hat mir stark geholfen, um jetzt das Ganze aus einer neuen Perspektive zu sehen.
00:46:48: Etwas weiter ist ... Im Moment von dem Trötzeln kommt es stark darauf an wie ich mit meinen Gefühlen umgehe.
00:46:55: Ich hoffe natürlich, dass auch du etwas für deinen Alltag hast dürfen herausnehmen und möchte dir danken sagen, dass du dir Zeit genommen hast.
00:47:01: Zeit für dich aber letztendlich auch fürs Kind!
00:47:05: Wenn dich das Thema rund ums Älteren sein besonders bewegt, oder wenn du dir wünschst, dass wir über etwas bestimmtes reden, dann melde dich mega gerne bei uns auf erfmedien.ch-podcast oder auch von unserem Instagram Profil Elternfragen!
00:47:19: Und jetzt verabschiede ich mich – ich bin der Tod Albrecht und tschüssli!
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